Kostnotiz [Oktober 2014]:

Willst du eine Banane? Ja, ja, ja, ich will ane! Das feine estrige Aroma, das uns immer gleich an die gelbe Tropenfrucht denken lässt, wird direkt von der Weissbierhefe mitgebracht (Im Fachsprech heißt so etwas – ziemlich unerotisch – ‚Gärnebenprodukt der Hefe‘). Das Raschhofer Weissbier lacht golden, fast bernsteinfarbig aus dem Glas. Es wird von einem feinporigen, weißen Schaum gekrönt. In der Nase vernehmen wir den weißbiertypischen Bananenduft eher zart, die, ebenfalls für das Weißbier typischen, Ester-Noten nach Gewürznelke kommen stärker zum Vorschein. In Summe ein wohlig-herb-frischer Geruch.

Der Antrunk ist erfrischend und spritzig mit einem guten Trinkfluss. Am Gaumen erwachen Erinnerungen an Milchschokolade. Aber jetzt kommt sie stärker durch, die reife Banane. Beides wird von einer milden, fruchtigen Säure untermalt, die den angemessenen Nachtrunk gut begleitet. Ganz zum Schluss wieder Frucht: Ananasbruch.