Anheuser-Busch Inbev, der größte Brauereikonzern der Welt mischt bei Crew Republic mit. Die Münchener Craftbrauer haben eine Minderheitsbeteiligung an ZX Ventures, einer Tochter des Riesen, veräußert.

Man will, so wird der Gründer Mario Hanel zitiert, mit Hilfe des starken Partners „das Thema endlich großmachen“. „Die neue Partnerschaft ist eine großartige Möglichkeit, unsere Biere noch mehr leidenschaftlichen Biertrinkern zugänglich zu machen“, ergänzt Timm Schnigula, der zweite Gründer. 

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die „Pioniere der deutschen Craftbier-Bewegung“ die ersten im Lande sind, die ihre Unabhängigkeit an einen Konzern abgeben. Die Argumentation kennt man von Beavertown (Heineken), von Magic Rock (Lion Beer Australia), um die jüngsten Anteilsveräußerungs-Beispiele aus Großbritannien zu nennen . Man will die Vertriebswege des starken Partners nutzen. Man will sich vergrößern. Im Falle von Crew sollen die jährlichen Kapazitäten von 12.000 auf 25.000 Hektoliter angehoben werden. 

Alles schön und gut. So ist der Markt. Auch im Craftbier muss man Geld verdienen. Scheinbar hat das mit dem bisherigen Vertriebspartner gdp Global Drinks Partnership GmbH nicht in der gewünschten Form geklappt. 

Hoffen wir, dass Crew nicht endet wie Diebels oder Hasserröder. Die beiden einstmals stolzen Brauereien sind heute wertlose AB InBev Marken, die der Konzern trotz großer Bemühungen nicht verkauft bekommt.