Die Biervielfalt wird in Österreich wieder massiv zurückgedrängt. Eine äußerst unerfreuliche Entwicklung!

Was sich zurzeit am Österreichischen Biermarkt zeigt, macht begeisterte Verfechter der echten Biervielfalt (Also der Stil-Vielfalt nicht nur der Marken-Vielfalt) sehr traurig. Überall, speziell im das Land dominierenden Handel, fliegen „Kleine“ wieder raus, Regalmeter werden gekürzt. Zahlreiche, bislang relativ erfolgreiche, mittelständische Brauereien klagen über deutliche Rückgänge.

Das Interesse des LEH an außergewöhnlichen Bieren, oder Probier-Boxen hat stark abgenommen. Angeblich wird es dieses Jahr auch erstmals keine CulturBrauer-Box mehr geben. Die Biervielfalt (insbesondere die Stilvielfalt) ist, nachdem der Craftbier-Boom „überstanden“ scheint, offenbar wieder völlig out. Nischensorten haben gar keine Chancen mehr, breit distribuiert zu werden.

Schlimme Diskontitis

Menge und Diskont dominieren wieder die Strategie des LEH; Bier eignet sich leider sehr gut als Lockpreisartikel. Besonders beliebt ist die Formel „Minus 25 Prozent“. Ein schlimmer Missbrauch eines so wunderbaren Kulturgutes und reinen Lebensmittels.

beerkeeper befürchten, wenig gegen die geballte Macht am Markt ausrichten zu können. Es bleibt bloß der Appell an alle Bierverrückten, möglichst oft bewußt einzukaufen, Vielfalt zu stärken und regional zu trinken.