Der Bierabsatz in Deutschland verändert sich seit Jahren kaum. 94 Millionen Hektoliter waren es im letzten Jahr. Mehr als die Hälfte, 55 Millionen Hektoliter, kamen aus den sieben größten Braugruppen.

Die Radeberger Gruppe

Am größten ist die Radeberger Gruppe. Wollten wir alle Marken aufzählen, die zu Radeberger gehören, wäre die Liste lang. Wir haben über 50 gezählt. Eine kleine Auswahl: BraufactuM, Clausthaler, Radeberger natürlich, dazu Jever, das sehr erfolgreiche Allgäuer Büble Bier, Berliner Kindl, DAB, Gilden Kölsch, Schlösser Alt, Stuttgarter Hofbräu, Tucher und Ur-Krostitzer. Die Gruppe ist selbst Teil eines noch größeren Konzerns und gehört zu Dr. Oetker. 2018 betrug der Bierabsatz der Radeberger Gruppe 11,65 Millionen Hektoliter. Mit Abstand auf Rang eins.

TCB Beverages

Die Gruppe mit Sitz in Frankfurt/Oder verkaufte 2018 8,95 Millionen Hektoliter. Zu ihr gehören die Gilde Brauerei, das Frankfurter Brauhaus und Feldschlößchen in Dresden. Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Schweizer Marke Feldschlösschen. Diese gehört dem dänischen Konzern Carlsberg.

Die Oettinger Gruppe

Mit 8,48 Mio Hektoliter landet die Oettinger Gruppe auf Rang drei. 1731 als Fürstliches Brauhaus zu Oettingen gegründet, ist die heutige Oettinger Brauerei immer noch ein Familienunternehmen und unabhängig. 2009 kaufte Oettinger die Braunschweiger Feldschlößchen-Brauerei aus der Carlsberg Gruppe und führt sie seither als Brauerei Braunschweig.

Die Bitburger Braugruppe

Mit 6,59 Mio Hektoliter musste die Bitburger Gruppe in 2018 ein Minus von 3,1 Prozent verkraften. Zur Gruppe gehören neben der Hauptmarke Bitburger auch Licher, König, Wernesgrüner und Köstritzer. Auch Craftwerk Brewing ist ein Bitburger Brand und der Versuch im Craftbier-Segment Fuß zu fassen.

AB InBev Deutschland

Franziskaner und Becks sind die Hauptmarken von AB InBev in Deutschland. Die erste mit Zuwächsen, die zweite mit kleinen Verlusten. Die Gruppe sorgte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen, weil der Verkauf von Hasseröder und Diebels nicht gelingen wollte. Insgesamt betrug der Ausstoß von AB InBev Deutschland 6,48 Mio Hektoliter in 2018.

Die Krombacher Brauerei

2015 betrug der Ausstoß noch 6,7 Mio Hektoliter. Seither ist er kontinuierlich gesunken. Im vergangenen Jahr musste sich die Gruppe mit 6,31 Mio Hektolitern zufrieden geben. Der Löwenanteil kommt von Krombacher (ca. 6 Mio Hektoliter). Zur Gruppe gehören unter anderem auch die Marke Vitamalz sowie die Marken- und Vertriebsrechte für Schweppes und Orangina in Deutschland und Österreich.

Die Paulaner Brauerei Gruppe

Viele bekannte Marken sind unter dem Dach der Paulaner Brauerei Gruppe vereint. Das sind neben Paulaner auch Hacker-Pschorr, Auerbräu, die Weißbierbrauerei Hopf, Fürstenberg, Höpfner, Schmücker und seit Herbst 2018 Kulmbacher zu 100 Prozent. 30 Prozent der Gruppe gehören übrigens Heineken. Bierabsatz in 2018: 6,05 Mio Hektoliter.